12.05.2015 - Solidarität mit den streikenden ErzieherInnen PDF Drucken E-Mail
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Die DKP Essen erklärt sich solidarisch mit Euren Streikaktionen. Auch und gerade in Zeiten, in denen Euch und uns gerne angebliche „Sparzwänge“ vorgehalten werden, ist es wichtig, sich zu wehren – schließlich ist immer Geld da, wenn Banken zu retten oder Kriegseinsätze durchzuführen sind.

Fast alle gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten haben sich in einer Urabstimmung für den Streik ausgesprochen. Das ist ein deutliches Ergebnis. Gemeinsam mit Euren Gewerkschaften fordert Ihr eine Aufwertung Eurer Arbeit durch eine Zuordnung zu höheren Entgeltgruppen. Dies würde durchschnittlich zu einer Einkommensverbesserung von zehn Prozent führen. Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern. Tarifverträge dieses Bereichs orientieren sich im Volumen an den kommunalen Einrichtungen.
Der Streik ist aber auch eine Antwort auf den kommunalen Arbeitgeberverband, der keinen Grund für eine verbesserte Eingruppierung und Bezahlung der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten erkennen kann. Für uns sind die Gründe aber klar: von Euch wird immer mehr abverlangt, Anforderungen und Qualifikationen steigen. Dafür muss auch mehr bezahlt werden! Seit 1991 sind die Eingruppierungsmerkmale nicht mehr verändert worden. Die Anpas-sung ist auch notwendig, um dem zunehmenden Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegen zu treten.

Zudem sind in diesen Berufen überwiegend Frauen beschäftigt. Wer es ernst meint mit der Förderung und Emanzipation von Frauen, der macht sich weniger Gedanken um eine Frauenquote in den Vorständen der DAX-Konzerne, die nur für eine kleine Elite nützlich sind. Vielmehr müssen alle Frauen grundsätzlich besser bezahlt werden, damit endlich die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen auf die Tagesordnung kommt.

In vielen Städten ist die Struktur der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst überaltert. Ob ihre Stellen nach Erreichen der viel zu hoch angesetzten Altersgrenzen wieder besetzt werden, ist oft fraglich – der Druck auf die nächste „Generation“ wächst. Leistungsdruck, Stress, Über-stunden und damit einhergehende Krankheitsausfälle wirken sich langfristig negativ auf die Quali-tät der Arbeit aus. Viele von Euch machen ihre Arbeit trotzdem sehr gerne. Dieses Engagement - für z.B. unsere Kinder - muss auch finanziell besser anerkannt werden.

Die DKP Essen grüßt daher alle Streikenden und Eure Gewerkschaften – wir sind mit Euren Forderungen solidarisch.
 

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