DELA dürfte eigentlich nicht dürfen PDF Drucken E-Mail

Unglaublich! Die Bezirksregierung erlaubt DELA-Karnap wieder das Recyceln von radioaktiven Bohrschlämmen. Man hätte sich auf „umfassende Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten“ geeinigt. Ein Vertrag regele Im- und Export von Schlämmen. (Nord-Anzeiger v. 27.10.2010 „Dela darf wieder)
Wir sind sehr gespannt auf diesen Deal, denn die Bürgerliste Nord wird sicherlich auf Herausgabe des Vertragswerks an die Bezirksvertretung V bestehen.
Man verspricht Transparenz und „dass alle Beteiligten verantwortlich und mit einem Höchstmaß an Sicherheit handeln“, so DELA-Boss Christian Bonmann.
Die DKP hat ihrerseits verantwortlichen Zweifel daran, denn bei der Verarbeitung des Nervengifts Quecksilber hat das Umweltministerium einen Abstand zur Wohnbevölkerung von 700 Metern festgelegt. Demnach dürfte DELA in Karnap „nicht dürfen“.


... und  breitet sich in Dorsten aus: Radioaktive Stoffe aber bleiben in Essen
Die „Dorstener Zeitung“  vom 31.10.2010 schreibt: Strahlende Gesichter statt strahlendem Müll gab es Donnerstagvormittag bei einer Pressekonferenz im Indu-Park Dorsten/Marl: Die Aufbereitung von schwachradioaktivem Bohrschlamm wird weiter am DELA-Standort Essen abgewickelt - und sei in Dorsten „derzeit nicht geplant“.
Wegen großer Umweltgefahren für Mensch und Umwelt in Castrop-Rauxel abgeblitzt, verkündet Marls Bürgermeister Werner Arndt (SPD): "Wir freuen uns, dass sich hier ein weiterer innovativer Betrieb mit hochwertiger Technologie niederlässt.“ – Wie blauäugig muss man doch sein-

Bravo, der strahlende Müll wird also weiterhin in Karnap/Alte Landstrasse in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung (50-70m) und zu REWE-/Penny Logistik Zentrum „verkocht“. Das sei wohl der Deal: Den Anteil des Nervengifts aus den Energiesparlampen bekommen jetzt anscheinend die Dorstener und Marler Bürger ab.
Wie es in der Dorstener Presse heißt, wird demnächst Quecksilber aus Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen im Industriepark Dorsten/Marl „entquecksilbert“ und nicht mehr in E-Karnap. Man darf im Gegenzug weiter die strahlenden und ebenfalls quecksilberhaltigen Bohrschlämme „brutscheln“ und die Nachbarschaft vergiften.

Die Bezirksregierung macht die Affen!aus WikiMedia
Mit Verlaub, das riecht nach Kumpanei. Mit Besorgnis sehen die Bürger jetzt, dass die Bezirksregierung aus dem Dortmunder Skandal um die Giftfirma ENVIO nichts gelernt hat:
Der Westfälischen Rundschau vom 29.10.2010 liegt ein vertraulicher Bericht vor, wonach der Ex-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) schon 2008 vom PCB-Skandal um die Dortmunder Envio informiert war. Schutz und Sicherheit für die Menschen blieben aber außen vor.
Das zu den Versprechern „Transparenz“ und dem „Höchstmaß an Sicherheit“.

Für Irritationen sorgten zunächst widersprüchliche Meldungen, wonach das Recyclen radioaktiver Bohrschlämme aus Essen verbannt und im Indu-Park Dorsten/Marl stattfinden solle.
In der  DELA-Presseerklärung vom 21.10.2010 wird nunmehr richtig gestellt: „Das laufende Genehmigungsverfahren für den Standort Dorsten bezieht sich auf alle Geschäftsfelder, die die DELA auch in Essen abwickelt, mit Ausnahme der schwachradioaktiven Bohrschlämme“, betont Geschäftsführer Christian Bonmann. „Die jetzige Kapazität zur Entquecksilberung der NORM-Schlämme in Essen ist auch für die nächsten Jahre ausreichend.“
weitere Infos:
Hintergrund.de
Spezial zum PCB-Skandal
TAZ 29.11.2010
DKP-Essen


DELA-Karnap: Sorgfalt beim Recycling von Energiesparlampen?

Wir veröffentlichen den Brief der Bürgerliste-Nord an die Mitglieder der Bezirksvertretung V:

Sehr geehrte BV-Mitglieder,
in Ergänzung der Doku des letzten Jahres übersende ich Ihnen einen Link

zu einer Dokumentation über Sinn oder Unsinn von Energiesparlampen.

Hinweis: Diese Doku besteht aus vier Teilen (Flash-Player erforderlich!)
mit je knapp 10 Minuten Spielzeit. Am Ende eines Teiles wird sofort der
nächste abgespielt.
Dabei wird es spätestens im zweiten Teil bei 7:50 interessant, dort
bekommt eine bekannte Essener Firma die Gelegenheit, ihr Verständnis von
Sorgfalt beim Recycling zu dokumentieren.
Auch wenn der Bericht bereits ein Jahr alt ist scheint er dennoch nicht
uninteressant.
Bernhard Derks


Teil 2 auch direkt HIER anzuschauen (ab 7:38).
Hier wird geschreddert was das Zeug hält; Quecksilberdämpfe würden abgesaugt, heißt es. (Wie denn, Wo denn?). Aber sehen Sie selbst. Arbeiten mit Handschuhen immerhin, aber ohne Atemschutzmaske.

 

Statistiken

Inhaltsaufrufe : 4125088

SuperLinks

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
DKP Essen, Powered by Joomla! and designed by SiteGround web hosting