Bibliotheken Essen: Vernunft statt Kahlschlag PDF Drucken E-Mail
Würde in Essen die Vernunft regieren, dann würden rückläufige Ausleihzahlen bei den Bibliotheken als Problem betrachtet und vergangene Einsparungen als Ursache erkannt. Pläne würden gemacht um die Ausleihzahlen wieder zu erhöhen. Einsparungen bei den Öffnungszeiten, beim Personal und beim Etat würden rückgängig gemacht werden, die Versorgung der Stadtteile mit Bibliotheken würde verbessert.
 
In Essen regiert aber die Sparwut, man meint schon klammheimliche Freude über rückgängige Ausleihzahlen zu spüren, glaubt man doch damit eine neue Kürzungswelle besser verkaufen zu können.
 
Aber das ist eine Täuschung. Die Menschen in Essen haben mehrfach beweisen, dass sie bereit sind um ihre Bibliotheken zu kämpfen. Sie werden es wieder tun.
Leserbrief von Patrik Köbele, Essen

Ausleihzahlen in den Stadtbibliotheken
Das ist schon ein Teufelskreis, den der Stadtrat mit seiner bisherigen Sparpolitik bei den Stadtbibliotheken aufgebaut hat.
Zum einen wurden die Öffnungszeiten reduziert, was es den Nutzern deutlich erschwert, die Bibliothek überhaupt aufzusuchen.
„Meine“ Stadtteilbibliothek in Freisenbruch hat z.B. nur an 3 Tagen geöffnet, Montag, Mittwoch und Freitag. Allerdings nur am Montag bis 18:30Uhr. Da ich nach Feierabend erst gegen 18:00Uhr dort sein kann, bleiben gerade 30 Minuten für die Rückgabe der ausgeliehen Bücher, zum Suchen und neu ausleihen, das sind gefühlte 5 Minuten.
Da auch reichlich Personal abgebaut wurde, fallen bei den Kolleginnen und Kollegen ständig Überstunden an, die dann an den Brückentagen abgebaut werden. Heißt für mich, fällt ein Feiertag auf einen Dienstag, entfällt die Möglichkeit montags in die Stadtteilbibliothek zu gehen. Habe ich an einem „Brückenfreitag“ frei, ist die Bibliothek auch geschlossen.
Mit diesen eingeschränkten Möglichkeiten sinken logischerweise auch die Ausleihzahlen. Dann geht die Sparpolitik hin und sagt der Erhalt solcher Stadtteilbibliotheken lohnt sich nicht mehr und plant die Schließung.
Erst nimmt man jemandem etwas weg und beklagt dann, dass er es nicht benutzt.
Gegenwehr wir wohl bald zum Erhalt der Bibliotheken wieder nötig sein.
Leserbrief von Marion Köster, Essen
 

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