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Roter Punkt: Auftaktaktion war ein Erfolg PDF Drucken E-Mail

Die DKP Essen hat eine "Rote Punkt"-Aktion in der Innenstadt durchgeführt. Viele Gespräche mit interessierten Menschen wurden geführt, die Betroffenheit und der Ärger über die stetig steigenden Preise beim VRR ist groß.
Wir wurden gefragt, was wir denn machen wollen, was sie tun können. Die Bürger(Innen) haben u.A. eine sofortige Unterschriftenaktion vorgeschlagen.

 
31.10.14: Roter Punkt-Aktion gegen steigende Ticketpreise PDF Drucken E-Mail

Jedes Jahr erhöht der VRR seine Ticketpreise. Grund sind diesmal angeblich die höheren Personal kosten und die steigenden Strompreise. Welcher Grund für eine Erhöhung gerade genannt wird, ist letzten Endes egal. Fakt ist: die Preise zur Nutzung sind viel zu hoch. Ein attraktives Nahverkehrssystem ist ein Aushängeschild jeder Stadt. Das tägliche Verkehrschaos in Essen ist jedoch eine Qual.

Wer morgens vor Schulbeginn Bus oder U-Bahn fährt, verbringt die Zeit eingequetscht wie eine Ölsardine in der Dose. Bleibt ein Bus oder eine Bahn liegen, kommt der ganze Plan durcheinander, weil keine Ersatzfahrzeuge da sind. Kein Wunder: der Fahrzeugpark ist nicht in Schuss und überaltert. Ständig fallen Verbindungen aus, die Taktzeiten in Essen sind bereits verringert. Die Menschen, die bis 20.00 Uhr und länger arbeiten, brauchen mehr Zeit, um nach Hause zu gelangen. Vom Wochenende wollen wir gar nicht reden.

Doch der VRR findet das Angebot an Schienennahverkehr ist in Essen so gut, dass es das Prädikat „Premium“ (Preisstufe A3) verdient. Aber Achtung: das einzige, was hier Premium ist, ist der Preis! In den „Premium“-Städten sollen wir noch mehr zahlen! Dabei hat der VRR seine Preise in den letzten Jahren weit über die Inflationsrate und Entwicklung der Durchschnittseinkommen angehoben. Durchschnittlich wurden die Tickets jährlich um 3-4 Prozent angehoben. Seit 2009 bis zur Erhöhung 2015 sind das knapp 25 Prozent!

Die DKP fordert, dass der öffentliche Nahverkehr mit ausreichend öffentlichen Mitteln ausgestattet wird. Investitionen und neue Fahrzeuge müssen möglich sein, auch ohne Preiserhöhung. Der öffentliche Nahverkehr muss für die Menschen da sein und kann nicht betriebswirtschaftlich geführt werden.

Zu steigenden Ticketpreisen für Bus und Bahn hat es schon einmal breiten Widerstand gegeben. Roter-Punkt-Aktion nannten sich Protestaktionen in vielen Städten der Bundesrepublik in den Jahren 1968–1971, bei denen gegen Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr demonstriert wurde.

Die DKP bringt den Protest gegen die aktuellen Fahrpreiserhöhungen wieder auf die Straße. Mitmachen erwünscht! Diese Aktion findet am Freitag, 31.10.14 um 16.00 Uhr auf dem Willy-Brandt Platz (U-Bahn Ausgang) statt.

Flyer-Downliad HIER

 
VRR-Fahrpreiserhöhung 2015 - NEIN DANKE PDF Drucken E-Mail

Die DKP-Essen verurteilt die Beschlüsse des VRR zur Erhöhung der Fahrpreise zum 1. Januar 2015 um durchschnittlich 3,8 % auf das entschiedenste. Bereits zum Jahresbeginn waren die Fahrpreise um 3,3 % erhöht worden. Die Erhöhung der Fahrpreise um über 7 % ist nicht zu verantworten, da sich der öffentliche Nahverkehr immer mehr zum Preistreiber entwickelt.

Die Weichen werden so in die völlig falsche Richtung gestellt. Der PKW-Verkehr wird weiter verstärkt, mit vielen ökologischen Folgeschäden. Ebenso werden sie sozialen Probleme vergrößert, weil die Semester-, Kinder und das Sozialticket deutlich erhöht werden. Auch der Trend Arme weiter vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen wird verstärkt.

Die Erhöhungen im Detail:

  • Durchschnittliche Fahrpreiserhöhungen 2013: 3,9%, 2014: 3,3%, 2015: 3,8%
  • Ticket 2000, Preisstufe D, monatlich: 2012: 153,25 Euro, 2015: 174,20 Euro
  • Einzelticket Erwachsene für die Fahrt in die Stadt: bisher 2,50 Euro, ab 1.1.2015: 2,60 Euro
  • Für Kinder Einzelticket: bisher 1,50 Euro, künftig 1,60 Euro (Erhöhung um 6,7%)
  • Firmentickets um bis zu 5,1% teurer
  • Studententicket wird im Wintersemester 2015/2016 um 2 Euro teurer. Für die folgenden vier Jahre werden pro Jahr 45 Cent Preiserhöhung fällig.
  • „Sozialticket“ wird von 29,90 Euro auf 30,90 Euro teurer
  • Beim „Ticket 1000“ darf künftig keine zusätzliche Person mitgenommen werden
  • Neu eingeführt wird eine „Premiumpreisstufe A3“ in den Städten Essen, Dortmund, Bochum, Düsseldorf und Wuppertal, weil es dort angeblich ein „besseres“ Angebot im ÖPNV gibt.
  • Bei Zeittickets (Wochen- oder Monatstickets) erhöht sich der Preis noch einmal um zusätzlich 80 Cent!


Wir erinnern an die „Rote Punkt Bewegung“ in den Siebziger Jahren, als Menschen gegen Fahrpreiserhöhungen zu Tausenden auf die Straße gingen. Es ist an der Zeit, derartige Protestbewegungen wieder ins Leben zu rufen.

Info-Links:
Preisanpassung im VRR zum 1. Januar 2015
derwesten.de
VRR-Kunden drohen nächstes Jahr schmerzhafte Preiserhöhungen
VRR erhöht die Tarife zum 1. Januar 2015 um 3,3 Prozent

Soziale Liste Bochum zur Erhöhung der Bus- und Bahnpreise:
Stoppt die soziale Demontage

DKP Augsburg fordert “Freie Fahrt für alle”

Historie:
Endstation – Kollaps im Nahverkehr: Ein Film von Gudrun Thoma und Sebastian Schütz
Die Story im WDR-Fernsehen (45 Min.) befasst sich mit der mehr als ungewissen Zukunft des Nahverkehrs im Ruhrgebiet

Wikipedia/Roter-Punkt-Aktion
Gelsenkirchen: Der Rote Punkt in Gelsenkirchen 1971

 
Bibliotheken Essen: Vernunft statt Kahlschlag PDF Drucken E-Mail
Würde in Essen die Vernunft regieren, dann würden rückläufige Ausleihzahlen bei den Bibliotheken als Problem betrachtet und vergangene Einsparungen als Ursache erkannt. Pläne würden gemacht um die Ausleihzahlen wieder zu erhöhen. Einsparungen bei den Öffnungszeiten, beim Personal und beim Etat würden rückgängig gemacht werden, die Versorgung der Stadtteile mit Bibliotheken würde verbessert.
 
In Essen regiert aber die Sparwut, man meint schon klammheimliche Freude über rückgängige Ausleihzahlen zu spüren, glaubt man doch damit eine neue Kürzungswelle besser verkaufen zu können.
 
Aber das ist eine Täuschung. Die Menschen in Essen haben mehrfach beweisen, dass sie bereit sind um ihre Bibliotheken zu kämpfen. Sie werden es wieder tun.
Leserbrief von Patrik Köbele, Essen

Ausleihzahlen in den Stadtbibliotheken
Das ist schon ein Teufelskreis, den der Stadtrat mit seiner bisherigen Sparpolitik bei den Stadtbibliotheken aufgebaut hat.
Zum einen wurden die Öffnungszeiten reduziert, was es den Nutzern deutlich erschwert, die Bibliothek überhaupt aufzusuchen.
„Meine“ Stadtteilbibliothek in Freisenbruch hat z.B. nur an 3 Tagen geöffnet, Montag, Mittwoch und Freitag. Allerdings nur am Montag bis 18:30Uhr. Da ich nach Feierabend erst gegen 18:00Uhr dort sein kann, bleiben gerade 30 Minuten für die Rückgabe der ausgeliehen Bücher, zum Suchen und neu ausleihen, das sind gefühlte 5 Minuten.
Da auch reichlich Personal abgebaut wurde, fallen bei den Kolleginnen und Kollegen ständig Überstunden an, die dann an den Brückentagen abgebaut werden. Heißt für mich, fällt ein Feiertag auf einen Dienstag, entfällt die Möglichkeit montags in die Stadtteilbibliothek zu gehen. Habe ich an einem „Brückenfreitag“ frei, ist die Bibliothek auch geschlossen.
Mit diesen eingeschränkten Möglichkeiten sinken logischerweise auch die Ausleihzahlen. Dann geht die Sparpolitik hin und sagt der Erhalt solcher Stadtteilbibliotheken lohnt sich nicht mehr und plant die Schließung.
Erst nimmt man jemandem etwas weg und beklagt dann, dass er es nicht benutzt.
Gegenwehr wir wohl bald zum Erhalt der Bibliotheken wieder nötig sein.
Leserbrief von Marion Köster, Essen
 
Die SPD-Heuchler abstrafen ! Die DKP ins Rathaus ! PDF Drucken E-Mail

SPD-Beratung zu Hartz IV ist Heuchelei

Erst führen die Bundesgenossen der SPD durch die Agenda 2010 das Unrecht Hartz IV ein. Und nun wollen die Sozialdemokraten in Essen eine Beratung für diejenigen anbieten, die unter der Politik der SPD leiden müssen. Das ist wahrlich der Gipfel der Unglaubwürdigkeit.

Mit der Agenda 2010 ein Problem schaffen und dann daraus politisches Kapital schlagen zu wollen, ist mehr als verwerflich. Die Probleme mit Hartz IV wirklich abzuschaffen, hieße sich politisch mit diesem Unsinn auseinanderzusetzen. Das sollte die SPD Essen erst einmal beweisen, dass sie sich für ein gerechteres Sozialsystem auf Bundesebene stark macht. Wir hoffen, dass die Rückmeldungen der Betroffenen in den Beratungen den Druck auf die SPD erhöht, die Abschaffung von Hartz IV zu fordern. Ein erster Schritt wäre auch schon mal, für eine zügige Umsetzung der Gerichtsbeschlüsse zu sorgen, die die Stadt Essen verpflichten, die Mietobergrenzen der Kosten der Unterkunft anzuheben. Schon hier hatte die Stadt unter Beteiligung der SPD die Menschen in der Vergangenheit mit unnötigen Verzögerungen hingehalten, um Geld zu sparen. Herrn Hilser hält die DKP entgegen: "Solange es Hartz IV gibt, wird es in unserer Stadt nicht gerechter zugehen".
DKP-Presseerklärung 24.05.2014

Leserbrief hierzu
Betreff: »SPD startet neue Hartz IV-Beratung« von Vera Eckard und Janet Lindgens in NRZ Essen, 23.05.2014

Widerlich, zynisch, ja geradezu pervers
Im Jahr 2005 hat die SPD unter dem damaligen Kanzler Schröder die gravierendste Sozialabbaugesetzgebung seit  Gründung der Bundesrepublik durchgepeitscht und sie nach dem verurteilten Straftäter Peter Hartz benannt. Das gesamte Sozialsystem des Landes wurde seither davon nach unten gedrückt. Massenverarmung, flächendeckende Kinderarmut, Erpressung und Einschüchterung am Arbeitsplatz, Entrechtung und Demütigung der Betroffenen – für all das steht das Hartz-System.

Und da kommt die Essener SPD daher und bietet obendrauf noch den Hohn und den neuen Verein »Sozialberatung Essen e.V.«, »damit es in unserer Stadt gerechter zugeht« (Essens SPD-Parteichef Hilser). Das Ganze rein zufällig zwei Tage vor der Kommunalwahl.

Wie widerlich, zynisch, ja geradezu pervers ist DAS denn? Die Initiatoren als ursächlich Verantwortliche für diese Armut per Gesetz namens Hartz IV sollten sich schämen!
Heinz-W. Hammer, Essen

 
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