Hintergrund
Vor 90 Jahren – der „Kapp-Putsch“ gegen die Weimarer Republik PDF Drucken E-Mail

In Dinslaken wurde der Kämpfer der Roten Ruhr Armee gedacht 

13. - 27. März 2010-- Zeche Carl-Essen - Wilhelm-Nieswandt-Allee 104:
Eine Ausstellungs - und Veranstaltungsreihe über Militärputsch, Generalstreik und den bewaffneten Widerstand im Ruhrgebiet durch die „Rote Ruhrarmee“ im März und April 1920

...Als beim "Kapp-Putsch" im März 1920 rechtsextreme Kräfte die Reichsregierung stürzen wollten, wurde der Generalstreik in Deutschland ausgerufen. Bewaffnete Arbeiter gingen im Ruhrgebiet gegen die Putschisten vor, wurden aber später von Reichswehr und Freikorps verfolgt.Auch in Essen kam es zu Kämpfen, wobei vor allem die blutige Auseinandersetzung um den Wasserturm am Steeler Berg bekannt wurde.

Schließlich war bis Anfang April das gesamte Ruhrgebiet unter der Kontrolle von Arbeitervollzugsräten.Letztlich konnte der bewaffnete Arbeiterwiderstand nicht verhindern, dass die im April 1920 einrückenden Militärs in den Arbeitervierteln Essens und anderer Ruhrgebietsstädte blutige Vergeltung übten. Mehr als 1000 Tote waren im Ruhrgebiet zu beklagen, viele davon als Opfer des „weißen Terrors“ erst nach Auflösung der „Roten Ruhrarmee“.

Diese blutigen Militäraktionen wurden jetzt im Auftrag der SPD geführten Reichsregierung ausgeführt, der es vordringlich um Beruhigung in den bürgerlichen Bevölkerungskreisen ging. Gerade im Ruhrgebiet hatte dieses Vorgehen die Spaltung der Arbeiterbewegung in ein unversöhnliches SPD- und KPD-Lager zur Folge. Die Hoffnung, nach erfolgreicher Verteidigung der Weimarer Republik eine bessere Verankerung sozialer und demokratischer Rechte in Verfassung und aktueller Regierungspolitik erzwingen, erfüllte sich nicht.

Weiterlesen...
 
Stolpersteine in Essen gegen das Vergessen PDF Drucken E-Mail

Zum Gedenken an die Opfer der sog. „Novemberpogrome 1938“ suchten wir am 9.November 2009 einige dieser Mahnsteine auf.

Der Künstler Gunter Demnig erinnert seit dem Jahr 2000 an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen hat er Stolpersteine in mehr als 480 Orten in Deutschland und darüber hinaus verlegt. Sie werden vollständig durch Privatspenden finanziert. Die ersten Stolpersteine in Essen wurden im Juli 2004 am Webermarkt gesetzt. Inzwischen gibt es in Essen mehr als 180 Stolpersteine. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“, sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Die letzte Verlegung von Stolpersteinen in Essen fand am 04. September diesen Jahres statt, so auch diese auf dem Gelände der Universität.

Zum Andenken an die Bewohner der Maschinenstraße 19
Der Essener Campus der UDE wurde auf dem Gelände des früheren Stadtteils Segeroth erbaut. Von Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Segeroth ein Industrie- und Arbeiterviertel. Ein großer Teil der Häuser zerstörten die Bomben des letzten Krieges. Weitere wurden im Zuge des Universitätsneubaus abgerissen. Straßen verschwanden, darunter auch die Maschinenstraße, die mitten über das heutige Uni-Gelände führte.

Das Haus Maschinenstraße 19 gehörte der jüdischen Familie Mosbach. Hermann und Isaak Mosbach waren Fischhändler. Moritz Mosbach handelte mit Schmuckwaren. Isaak starb in den 30er Jahren. Moritz, seine Frau Sophie und sein 1932 geborener Sohn Kurt wurden am 10. November 1941 nach Minsk (heute Weißrussland) deportiert und dort ermordet. Hermann war mit einer Nichtjüdin verheiratet. Er wurde erst 1944 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und überlebte.

Am 30. April 1939 trat im Deutschen Reich das „Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden“ in Kraft. Aufgrund dieses Gesetzes wurden „Judenhäuser“ geschaffen, Häuser, in denen Juden zwangsweise untergebracht wurden. Das Haus Maschinenstraße 19 wurde ein Judenhaus. Dort zog eine Reihe von Juden ein, die bald darauf nach Auschwitz und Izbica deportiert und ermordet wurden. Insgesamt werden daher auf dem Campus in der Nähe der Mensa, Gebäude T01, Stolpersteine für 21 Mordopfer verlegt.

Eine Auflistung der Essener Verlegungsorte gibt es HIER.
 

Weiterlesen...
 
Aus dem Club der Ruhrindustriellen: "Sie glichen den um ihre Beute versammelten Aasgeiern..." PDF Drucken E-Mail
Der 2. Weltkrieg, der in der Literatur häufig als Hitlers Vernichtungskrieg bezeichnet wird, war in erster Linie ein Raubkrieg der herrschenden Klasse des Industriekapitals. Dafür gibt es zahlreiche Beweise und Aufzeichnungen des Internationalen Militärtribunals in Nürnberg.

Ob Kaiser-Wilhelm-Monarchie oder Hitler-Diktatur, die Krupps waren Förderer und Nutznießer und mitverantwortlich am Massenmord zweier Weltkriege. Inzwischen sind vielen Deutschen die Begriffe "Holocaust" und "Auschwitz" vertraut. Aber Auschwitz war nur durch Krieg möglich, d. h. der Weg nach Auschwitz musste erst durch die Naziwehrmacht mit Kruppschen Waffen freigeschossen werden, damit der Großkonzern seine Zünder-Fabrik von Häftlingen bauen und mit "Vernichtung durch Arbeit" bedienen konnte. Und das geschah nicht etwa, weil Hitler diktierte und die armen Konzerne zwang, sich dem Diktat zu unterwerfen, nein, sie haben sich um die Häftlinge bemüht. Von der Kruppschen Fabrik in Auschwitz konnte man die rauchenden Schornsteine der Verbrennungsöfen sehen. Das Internationale Militärtribunal formuliert das so:

"Die Diktatur, hinter der sich diese Menschen zu verschanzen suchten, war ihre eigene Schöpfung. Von dem Wunsche getrieben, sich selbst eine Machtstellung zu schaffen, haben sie das System aufgebaut, von dem sie ihre Befehle empfingen. Der Fortbestand dieses Systems hängt von ihrer dauernden Unterstützung ab." (IMT, Bd. XIX, S. 515) [www.braunbuch.de/1-01.shtml#i09]

Redebeitag anl. des Antikriegstag 01.09.2009 in Essen
 
Nach dem ersten deutschen Tank kam sofort die Deutsche Bank PDF Drucken E-Mail
Schon vor dem Überfall auf Polen im September 1939 schmiedete das mit Hitler eng verbundene Groß- und Finanzkapital Kriegspläne. In der bürgerlichen Presse ist darüber nichts zu lesen.

Das aktuelle Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkrieges wird dadurch getrübt, daß die Geschichte dieses gewaltigen Vernichtungsfeldzugs erheblich »verkürzt« und zunehmend revanchistisch dargestellt wird – und daß diejenigen, die für den Krieg in Wirklichkeit Verantwortung tragen, im dunkeln bleiben. (..)
mehr
Quelle: JungeWelt 03.09.2009
 
Cuba und die Menschenrechte PDF Drucken E-Mail

Aus der Podiumsdiskussion anl. der 17. Fiesta Moncada, am 25.07.2009 in Essen, Bürgerhaus Oststadt.

Die Botschaft der Rep. Cuba/Außenstelle Bonn und mehrere regionale Cuba-Solidaritätsorganisationen veranstalteten am 25. Juli 2009 im Essener Bürgerhaus Oststadt die 17. FIESTA MONCADA in Erinnerung an den Sturm auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953, der als Beginn der siegreichen cubanischen Revolution gilt. Im Rahmen dieses Festes wurde erstmals auch eine von Günter Pohl moderierte Podiumsdiskussion durchgeführt. Zum Thema »Cuba und die Menschenrechte« nahmen im Podium Stellung:
- Braulio Téllez, 3. Sekretär Außenstelle der Botschaft Kubas, Bonn
- Werner Ströhlein, stellvertr Vorsitzender FG BRD-Kuba, München
- Tobias Kriele, Cuba-AG der DKP, Havanna
- Dr. Klaus Piel, stellvertr. Vorsitzender Humanitäre Cuba Hilfe, Bochum.

Hier einige inhaltliche Statements aus der Diskussion, an der sich auch das Publikum rege beteiligte (weitere Infos zur Fiesta unter www.cubafreundschaft.de)

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 Weiter > Ende >>

Seite 5 von 7

Statistiken

Inhaltsaufrufe : 4117780

SuperLinks

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
DKP Essen, Powered by Joomla! and designed by SiteGround web hosting