Grugabad: Drohung mit Bürgerbegehren nicht hilfreich Drucken
Pressemeldung DKP-Essen v. 19.06.2015
Die mehr oder minder offene „Drohung“ der Essener Grünen, den geforderten Denkmalschutz für das Grugabad ggf. mit einem Bürgerentscheid durchzusetzen, betrachtet die OB-Kandidatin der DKP, Siw Mammitzsch, als wenig hilfreich. Sie sieht diesen Weg als eher kontraproduktiv an und dies aus folgenden Gründen:

1)     Die Forderung nach dem unter stadthistorischen Gesichtspunkten durchaus wünschenswerten Denkmalschutz suggeriert, dass mit diesem Schritt das Bad als Ganzes in seiner heutigen Funktion erhalten würde. Das ist falsch. Der Denkmalschutz umfasst lediglich Tribüne, Sprungturm und Rutsche. Darauf, wie die Fläche des Bades funktional zu nutzen ist, hat er keinen Einfluss. Das Bad könnte genauso gut trockengelegt oder in einen Seerosenteich verwandelt werden.

2)     Das Grugabad ist nur ein Puzzlestein in den Sparvorschlägen, die den Essener Sport treffen. Eine isoliertes Begehren, dass nur das Grugabad zum Inhalt hat, würde zwangsläufig den Essener Sport spalten und möglicherweise noch dazu führen, die Sparziele in anderen Bereichen des Sport umso deutlicher durchzusetzen.

 „Die Forderung nach einem Bürgerentscheid zum Grugabad ist Kettengerassel im OB-Wahlkampf zur falschen Zeit“, so Siw Mammitzsch, „die sogenannten Spar-Vorschläge, insbesondere auch die Gebührenerhöhungen für die Vereine, müssen als Ganzes vom Tisch. Die Stadt Essen erwartet in den nächsten Jahren ein deutliches Bevölkerungswachstum, darauf muss sie sich auch mit ihrer Sportinfrastruktur einstellen und in diese investieren, statt diese zusammen zu streichen.
Pressemeldung DKP-Essen v. 19.06.2015