Umweltskandal bei DELA-Karnap Drucken

Neuster Artikel NRZ v. 26.05.2010  
Bezirksvertretung V: Stellungnahme der Bezirksregierung Düsseldorf unzureichend

DELA-Recycling in Karnap, Alte Landstr. 4, betreibt Quecksilberrückgewinnung aus Trockenbatterien, Glühlampen und radioaktiven Bohrschlämmen.
Wenn in anderen Städten, wie z.B. Castrop-Rauxel (dort ist DELA im April  abgeblitzt), ein Abstand zwischen einer solchen Giftschleuder und der Wohnbebauung von 700m Vorschrift ist, kann man in Essen das gesundheits- und lebensgefährliche Gift gleich um die Ecke brutscheln. Der Abstand beträgt hier ca.100m.
Und so kochen sie den Sondermüll schon Jahre lang vor unserer Haustür, ohne dass sich jemand kümmerte. Nein- auch die „Kümmerer“ in der SPD und bei den "Grünen"  kümmerten sich wenig bis gar nicht um das äußerst bedrohliche Thema.
–Bloß schön unter der Decke halten. Die SPD mahnt Mäßigung an und man dürfe den Teufel nicht an die Wand malen. Welchen Stoff nehmen diese Herrschaften?
Wohlgemerkt: DELA ist kein Fachbetrieb für die Entsorgung radioaktiver Abfälle!

Quecksilber und radioaktiver Schlamm

Im Oktober 2009 berichtete der „Spiegel“ über das seltsame Geschehen in Essen-Karnap. Da ist die Rede von „radioaktiv belasteten Bohrschlämmen” aus der holländischen Gasförderung, „unkontrollierten Importen” und der Essener Firma (DELA), die das strahlende Material verarbeitet und die Reststäube für den Abtransport zwischenlagert.
In seinem Bericht, der dem WDR vorliegt, kommt der TÜV immerhin zum Ergebnis: der Staub ist mit 40 bq/g radioaktiv verseucht. Dies ist 40 x höher als der in der Strahlenschutzverordnung festgelegte, „überwachungsbedürftige" Wert.
Für die Überwachung der Firma ist die Bezirksregierung Düsseldorf zuständig und glänzt durch Verantwortungslosigkeit, Untätigkeit und Unvermögen.
Lesen sie hierzu auch den WDR-Westpol-Bericht
und weitere Hintergrundinformation und Interview mit dem DELA-Geschäftsführer, Hrn. Bonmann, im Deutschlandradio v. 5.2.2010.

Von DELA direkt in die Wurst
Zu Schadstoffemissionen wie beim Nervengift Quecksilber schreibt das Umweltministerium auf Seite 94 zur Nr. 34: „Ein Schutzabstand von 700 Meter ist erforderlich.”  In Essen-Karnap beträgt der Abstand zur Wohnbebauung gerade mal 100m.
In unmittelbarer Nähe befinden sich das REWE-Frischezentrum/Zentrallager für Lebensmittel und das Penny Zentrallager. Direkt hinter dem Betriebsgrundstück beginnt ein Stück „Grüne Lunge“ mit Spazierwegen. Ebenfalls in der Nähe befindet sich eine Kleingartenanlage.

 DELA und Co. "Strahlende Quellen - Das radioaktive Geheimnis der Öl- und Gasindustrie"
Buch und Realisation: Jürgen Döschner
08.März 2010 WDR 5 Dok 5 - Das Feature
 
   
 Found at bee mp3 search engine
Dieses WDR-5 Feature in mp3-Format zum Download
Manuskript
 

Besorgniserregenden Anfragen der Bürgerliste Nord  an die Bezirksvertretung V:

 

  • Welche Genehmigungen mit welchen Rahmenbedingungen (Auflagen, Sondergestattungen etc.) liegen für den Betrieb in Essen Karnap vor?
  • Welche Maßnahmen werden regelmäßig von wem durchgeführt, die Genehmigungen zu überwachen? Umfassen diese Genehmigungen auch Prozesse, bei denen nach der Strahlenschutzverordnung überwachungsbedürftige Stoffe behandelt oder freigesetzt werden? 
  • Welche Belastungen liegen real (und nicht nach Angabe der Firma) vor?
  • Werden den Erkenntnissen folgend die Bedingungen des Abstanderlasses des zuständigen Ministeriums erfüllt?


Die DKP fordert die verantwortlichen Ämter auf sofort und unverzüglich tätig zu werden, um die gesundheitliche Gefährdung zu überprüfen und abzustellen.
Wegen der mindestens schon zwei Jahre andauernden radioaktiven Emissionen sind sofort gesundheitsamtliche Reihenuntersuchungen der Menschen im Umkreis von mindestens 7oo m durchzuführen. Die Untersuchungen haben sich auf radioaktiver Belastungen, das Nervengift Quecksilber und Dioxine zu konzentrieren.

Gesundheit und eine saubere Umwelt geht vor Profit!