Anti-Hogesa-Demo - Kommunisten und CDU Drucken

Unsere Antwort gilt folgendem WAZ-Artikel v. 20.01. :
Kommunisten
CDU Essen hadert wegen DKP mit Teilnahme an Anti-Hogesa-Demo

Denn die Linksextremisten und andere kommunistische Gruppierungen waren ebenfalls offiziell Teil des Demo-Bündnisses gegen die Hooligans.

Der Kreisvorsitzende der Essener CDU, Franz-Josef Britz, berichtet nach der Anti-Hogesa-Domonstration am vergangenen Sonntag von Störgefühlen in der Partei. Dabei gehe es nicht um die Abgrenzung zu Rechtsextremen, die selbstredend unstrittig sei, sondern um den Schulterschluss mit Linksextremisten wie der DKP. Diese und andere kommunistische Gruppierungen waren ebenfalls offiziell Teil des Demo-Bündnisses, obwohl ihre Verfassungstreue als mehr als zweifelhaft gilt.

„Viele CDU-Mitglieder haben damit große Probleme“, bestätigte Britz am Montag. Die CDU habe letztlich nur mitgemacht, weil sie eine Abwägung vollzog: „Wenn beispielsweise die Kirchen mitmachen, dann ist es für uns als CDU sehr schwer, uns fernzuhalten.“

Tja, „liebe CDU“ so isset nu mal - wir müssen mit euch ja auch zusammenleben
Dem passenden Kommentar#10 von Patrik2901 ist nichts hinzuzufügen:
"Da hat sich die DKP ja auch mal wieder hundsgemein verhalten:
Wie soll man denn ahnen, dass sie schon immer im Bündnis "Essen stellt sich quer" mitmacht. Niemand konnte wissen, wer diese Untergrundkommunisten waren, die da plötzlich, wie aus dem Nichts auftauchten. Und die höchste Infamie, da zieht sich diese DKP nicht trotzig zurück, als die CDU mitmacht, sondern begrüßt das sogar noch. Typisch für diese Kommunisten - Pfui"

Weitere Nachlese zur Anti-Hogesa-Demo:

"Verquere CDU"

Kommentar von Wolfgang Kintscher in der NRZ vom 24.01.2015
In der Essener CDU regen sich nach der Anti-„Hogesa“-Demo vom vergangenen Sonntag kritische Stimmen, die das Seit’-an-Seit’-Schreiten mit extremen Linksaußen beklagen und bei künftigen Demos lieber vermeiden wollen. Eine gute Idee.

Ich würde vorschlagen, beim nächsten Mal alle christdemokratischen Rassismus-Gegner vom Dom aus laufen zu lassen, die Gewerkschafter vom alten DGB-Haus und Kommunisten und Co. von der Weststadt (Westen = links). Derweil könnten die Sozialdemokraten frühzeitig am Willy-Brandt-Platz verharren und wahlweise durch den Strom der Kulturschaffenden (Startort: Aalto-Theater) ergänzt werden, während die Sportler – dank ihrer besseren Kondition kein Problem – zwei Stunden zuvor am Stadion losgehen müssten. Auf diese Weise könnte die Lügenpresse nicht nur viel besser nachrechnen, wer zu so einem Thema eigentlich wie viele Leute auf die Straße bringt, sondern auch eine klare Zuordnung der Mitläufer zu den verschiedenen Lagern vornehmen.

Organisatorisch ließe sich die Sortierung sinnvollerweise unter ein jeweils anderes Motto stellen: Die Bolschewiken laufen weiter bei „Essen stellt sich quer“ mit, die anderen reihen sich bei „Essen stellt sich kreuz und quer“, „...querfeldein“, „...querbeet“,„...querulant“ und „...queer“ (für die Schwulen- und Lesben-Verbände) ein. Gabriele Giesecke und Wolfgang Freye von der Linkspartei, die noch am Sonntag das Banner „Essen gegen Hogesa“ flankierten, werden mit einem zunächst sechsmonatigen Banner-Trage-Verbot belegt, bis es genügend Christdemokraten gibt, die sich bereit, willens und in der Lage zeigen, diesen ehrenamtlichen Dienst zu versehen.

Überflüssig zu sagen, dass es eingefleischten RWE-Fans nicht zuzumuten ist, sich mit Schalke 04-Anhängern auf den Demonstrationsweg zu begeben, während die Redner fortan per Schnick-Schnack-Schnuck ausgeknobelt werden und man Patrick Köbele (DKP!) das Megaphon entreißt, um es an Stadionsprecher Walter Ruege weiterzureichen, den Vizechef des Amtes für Ratsangelegenheiten und Repräsentation.

Sonst noch was? Ach ja: Wolfgang Reiniger, Christdemokrat und von 1999 bis 2009 Oberbürgermeister dieser Stadt, wird aus der CDU ausgeschlossen, weil er sich 2007 gegen die NPD quer stellte und sogar als Hauptredner auftrat. Unter heftigem Beifall der Kommunisten übrigens. Tja.

Leserbrief Heinz Hammer v. 25.01.2015:
Betreff: »Verquere CDU«, Kommentar von Wolfgang Kintscher in der NRZ vom 24.01.2015
Unerträgliche Arroganz
Herr Kintscher macht sich in seinem Kommentar zurecht über die örtliche CDU lustig. Wenn da nicht der überaus ernste Hintergrund wäre, auf den hinzuweisen notwendig ist: Als organisierter Antifaschist, der damit in das selbstherrliche CDU-Raster des »Linksextremisten« passen dürfte, habe ich, die Lehren aus der deutschen Geschichte inclusive des Schwurs von Buchenwald beherzigend, in den vergangenen vier Jahrzehnten an zahllosen Antifa-Demonstrationen teilgenommen. Dabei wurden CDU-Repräsentanten eher selten angetroffen.

Wenn nun ausgerechnet F.-J. Britz als Chef der örtlichen Gliederung jener Partei, in der nach 1945 zahlreiche NSDAP-Funktionäre Unterschlupf fanden und Karriere bis in die Spitze machten, die sog. »Linskextremisten«, die im Unterschied zu ihm seit Jahrzehnten mutiges antifaschistisches Engagement beweisen, beschimpft, ausgrenzen und selbstherrlich zum Entscheider darüber aufschwingen will, wer gegen Nazis auf die Straße gehen darf, so zeugt dies von einem gehörigen Maß an Realitätsverlust und unerträglicher Arroganz.