Aufmarsch der Nazis am 1. Mai ist eine Provokation Drucken

Erklärung der VVN-BdA zum Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Essen

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Essen protestiert gegen die Genehmigung eines Aufmarsches der Partei „Die Rechte“ am 1. Mai in Essen durch den Essener Polizeipräsidenten. Der Aufmarsch der Nazis am 1. Mai ist eine Provokation gegenüber den Gewerkschaftern, die an diesem Tag für ihre Forderungen auf die Straße gehen,  internationale Solidarität demonstrieren und gemeinsam feiern.

Verhöhnung der Opfer rechter Gewalt, Bedrohung von Politikern, Journalisten, von Antifaschisten, Andersaussehenden, Bedrohung durch Todesanzeigen, Aufmärsche mit volksverhetzenden Losungen
-  all das erinnert an die Umtriebe der Nazis vor 1933.
Bundesweite Empörung hat  besonders der Antrag der Partei „Die Rechte“ an den Dortmunder Stadtrat  ausgelöst, eine Zählung der  Juden in Dortmund vorzunehmen. Es ist für uns unfassbar, dass ein Verbot dieser Partei nicht schon längst eingeleitet wurde, dass ihr Aufmarsch am 1. Mai in Essen und Gelsenkirchen genehmigt wurde.

Im Sinne des Schwurs von Buchenwald vor 70 Jahren „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ lassen wir nicht zu, dass Nazis am 1. Mai und auch zu anderen Zeiten in unserer Stadt aufmarschieren.

Wir rufen auf, teilzunehmen an dem Protest der Bündnisse  „Essen-stellt-sich-quer“, „Kray ist bunt“ und mehrerer Gelsenkirchener Bündnisse unter der Losung „Den Nazis keinen Meter“ am 1. Mai, 17.30 Uhr an der S-Bahn-Station Steele. Verhindern wir den Naziaufmarsch in Essen und Gelsenkirchen.

Achtung neuer Treffpunkt:
Egal wo die Neo-Nazis von „Die Rechte“ auftauchen: Am 1. MAI NAZIFREI!
Neuer Treffpunkt für die Gegenaktionen: 17:30 Uhr auf dem Krayer Markt in Essen

siehe: http://www.essen-stellt-sich-quer.de/index.php/Eq:Hauptseite