Oberbürgermeister Paß demontiert sich selbst Drucken
„Das Verhalten von Oberbürgermeister Paß gegenüber dem Espo und den Essener Sportvereinen ist an Arroganz kaum noch zu überbieten“, so die Oberbürgermeisterkandidatin der DKP, Siw Mammitzsch. „Sein offener Brief an die Essener Sportvereine“, so Siw Mammitzsch weiter, „ist eine offene Provokation. Herr Paß drängt die Essener Sportler in die Ecke notorischer Nein-Sager. Dabei haben diese in den vergangenen Jahrzehnten, u.a. mit dem Masterplan Sport, tiefe Einschnitte hinnehmen müssen und auch zähneknirschend mit getragen. Seine Aussage, dass die notwendigen Gelder für die Sportinfrastruktur blockiert seien, weil die Essener Sportler gegen die Sparvorschläge aufmucken, hat schon erpresserische Züge.

In seiner „Stellungnahme“ negiert OB Paß die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung des Sports völlig und reduziert diesen auf einige betriebswirtschaftliche Zahlen. Dies wäre dem Kämmerer noch nachzusehen, dem OB aber nicht. Herr Paß, der ja Beratern nicht abgeneigt ist, hätte besser mal bei McKinsey nachgeschaut. Derer Ex-Berater Peters und Waterman schrieben bereits 1984: ‚Der Tod eines jeden (erfolgreichen) Unternehmens sind die Zahlenmenschen‘.

Dass OB Paß der Podiumsdiskussion mit den Oberbürgermeisterkandidaten, zu der der Espo für gestern Abend geladen hatte, fernblieb und sich hinter einem (wenn auch wichtigen) Repräsentationstermin versteckte, war das fehlende Sahnehäubchen. Damit hat er deutlich gemacht: Den von ihm selbst im Nachhinein angeregten Dialog mit dem Sport will er selber nicht führen. Mit einem solchen Verhalten setzt er sich aber selber den Stuhl vor die Rathaustür.“
PM der DKP-Essen vom 02.09.2015